Teil- und Vollberitt 2020

Pferde- und Reitausbildung mit Fingerspitzengefühl nach Grundsätzen der klassischen Reitkunst. Auf dem Fundament biomechanischer Überlegungen. Grund- und Weiterführende Ausbildung, Jungpferde, Redressur. Individuell abgestimmt. Rasse- und Reitstiloffen. Aufbautraining nach Verletzungsphasen, Aufarbeit von Traumata beim Pferd oder in der Pferd-Mensch-Beziehung. Beizug von Fachkräfte aus meinem persönlichen Netzwerk bei Bedarf (Chiropraktik, Pferdephysiotherapie, energetische Ostheopatie, Pferdeausbildung). 

Hier ein Einblick in meine aktuellen Gedanken zur Ausbildung eines Pferdes – Wo fange ich an, um wohin zu gelangen?

Vom Quarter zum Araber, vom Iberer zum Kaltblut, vom Oldenburger zum Freiberger bis hin zum Shetty – das Skelett, die Muskelketten, die Anordnung von Bänder und Sehnen sowie die, diesem Körpersystem zugrunde liegende Mechanik, divergiert kaum. Dahingegen sind Rassetypische Eigenschaften und entsprechende Einsatzgebiete für Pferde heute sehr vielfältig. Das Exterieur und Interieur eines jeden Pferdes ist immer einmalig! Aus diesem Grund verlangt Ausbildung immer nach individueller Beobachtung, Analyse, Herangehensweise und steten Überprüfung der getroffenen Hypothesen.

Die biomechanischen Abläufe, Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten im Pferdekörper sind hochkomplex. Wir haben im  Schnitt zwischen 350-800 kg Körpermasse, die sich dynamisch in drei möglichen Grundgangarten auf vier Beinen in einer Dreidimensionalität fortbewegt. Jeder Bewegungsablauf ist in sich neu. Je mehr ich darüber nachdenke, lerne und erfahre, je mehr verstehe ich, wie klein mein Wissen dennoch ist. Das Universum der Reitkünste ist immens und nie einfach vollendet.

Somit sind wir immer auf der Suche und tragen unsere Erkenntnisse zusammen. Es braucht Wissen, Zeit, Erfahrung und ein Gespür ebendiesen stolzen Körper im täglichen Gebrauch und erst recht in seiner Entwicklung und Ausbildung positiv zu beeinflussen.

Rufen wir uns in Erinnerung, dass die Natur es nicht vorgesehen hat, dass Menschen Pferde reiten. Im untrainierten Zustand kann die gegebene Struktur der erhöhten Belastung nicht lange Stand halten. Die Muskulatur ist schnell erschöpft, es entstehen Verspannungen und daraus ergeben sich Kompensationsbewegungen und so weiter. Es macht wenig Unterschied, ob wir ’nur‘ durch den Wald reiten oder an Turnieren teilnehmen, die Frage ist, WIE wir es tun und ob das Fundament unseres Pferdes mitspielt.

Für mich ist heute klar, jedes Pferd, welches regelmässig geritten wird, braucht neben aufrechter Hingabe und einem stimmigen Management ein sinnvolles, seinem individuellen Körper, Geist und Einsatzbereich angepasstes Training. Als verantwortungsbewusste Pferdemenschen sind wir das unseren Partnern schuldig.

Hier hole ich dich ab. Es ist mir ein Anliegen, dich in der Berittzeit einzubinden und mitzunehmen. Damit du das Gesehene und Gelernte zuhause weiterführen und mit deinem Pferd weiterentwickeln kannst. So wirkt deine Investition noch lange nach!